Poker

Die Geschichte des Poker und Online-Poker

Es wird angenommen, dass die ersten Spielkarten im 13. Jahrhundert von den Chinesen verwendet worden sind und im 14. Jahrhundert Europa erreichten. Hier entwickelten sich im Laufe des 15. Jahrhunderts verschiedene pokerähnliche Spiele wie "Primero" in Spanien, "Poque" in Frankreich oder "Pochen" in Deutschland.

Im 19. Jahrhundert gelangte das Spiel nach New Orleans. Durch die Mississippi-Dampfschiffe und den Goldrausch verbreitet sich das Spiel sehr schnell im Norden Amerikas.
Zu Beginn wurde es mit nur 20 Karten gespielt, entwickelte sich jedoch weiter zu der heutigen Form mit 52 Karten.
Sowohl der Flush, als auch die Straße waren Hände die erst später mit in das Regelwerk aufgenommen worden sind.
Zur Zeit des Sezessionskrieges entwickelten sich mehrere unterschiedliche Spielvarianten wie "Stud Poker" oder "Draw Poker".
Die heute beliebteste Variante das "Texas Hold'em Poker" wird vermutlich erst seit 1919 gespielt und hieß damals noch "Wide Widow".
Hierbei kam als Neuerung die fünfte Karte als Gemeinschaftskarte ins Spiel.
Aufgrund des damaligen Münzenmangels wurde um Erdnüsse gespielt, wieso noch heute die bestmögliche Hand den Namen "Nuts" trägt.

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Der aktuelle Pokerboom startete 2003, als ein Internet Qualifikant namens Chris Moneymaker die Poker Weltmeisterschaften in Las Vegas gewann.
Durch den Boom konnte sich Poker von dem einstmals schlechten Ruf, ein reines Glücksspiel zu sein, befreien.
Tatsächlich ist zwar die Verteilung der Karten zufällig, doch durch die freie Entscheidung der Spieler, wann und wie viel sie setzen, ergibt sich eine starke strategische und auch psychologische Komponente. Gute Spieler verstehen es, durch Kenntnis der Wahrscheinlichkeiten und Beobachten der anderen Spieler schlechte Hände frühzeitig aufzugeben, Verluste gering zu halten und Gewinne zu maximieren.
Es gibt Spezialisten, die mit dem Pokerspiel so viel Geld verdienen, dass sie davon leben können. Diese Spieler erzielen über weite Strecken einen Stundengewinn, der dem Stundenlohn eines Arbeitnehmers gleich kommt oder sogar höher ist.

Viele dieser professionellen oder semi-professionellen Spieler erzielen den größten Teil ihrer Einnahmen beim Online-Poker.
Online-Poker hat den Vorteil, dass man sich die Spielzeiten flexibel einteilen kann, da zu jeder Zeit Mitspieler verfügbar sind. Die Spieler sind deshalb nicht auf bestimmte Turniere oder Cash Games in Spielbanken angewiesen. Die fehlende Möglichkeit, Mimik, Gestik und Verhalten der Gegenspieler zu beobachten und zu analysieren, ermöglicht es auch Anfängern schon Erfolge zu erzielen, da der spielerische Leistungsunterschied zwischen den einzelnen Spielern geringer wird.

Der größte Teil der Spieler, die ihren Unterhalt mit Poker bestreiten, haben sich auf Cash Games spezialisiert. Diese Spielart hat den Vorteil, dass der Spieler im Gegensatz zu Turnieren, zu keiner Zeit unter Zugzwang steht. Das Spiel läuft etwas langsamer ab, da die Spieler nicht auf ihr „Überleben“ spezialisiert sind, sondern darauf, ihr Kapital zu erweitern.
Ein weiterer Grund, warum Cash Games oft bevorzugt werden liegt darin, dass der Spieler zu jeder Zeit aussteigen kann und sich das Risiko somit verkleinert.
Vor allem die Variante "No Limit Texas Hold'em" wird mehr und mehr zum Spiel aller Altersklassen und Schichten und erfreut sich von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit.